© Ulrich Flechtner 2003

 

RÄTSEL

29.09.1812

Geburt in Karlsruhe als Erbprinz von Baden, Sohn von Großherzog Karl u. Stephanie Beauharnais

16.10.1812

“Austausch” gegen Jakob Ernst Blochmann, Vater arbeitete bei Reichsgräfin Hochberg

16.10.1812

Offizieller Tod des namenlosen Erbprinzen (“Gaspard”!) nach Nottaufe

       - 18.01.1815

Bei Familie des Austauschkindes bis zum Tod von Frau Blochmann

1815/1816

Schloss Beuggen (Nutznießung durch Gräfin Hochberg) mit Kinderfrau Anna Dalbonne (12/2001 Fund der kindlichen Rötelzeichnung eines Pferdes in Geheimverlies)

23.10.1816

Flaschenpost bei Laufenburg am Rhein: “S. HANES SPRANCIO” =  “SEIN SOHN CASPAR”

?

Hochsal bei Pfarrer Jakob Dietz

?

Schloss Triesdorf bei Ansbach

1817-1828

Schloss Pilsach (13.03.1982 Fund eines Holzpferdchens)

 

NÜRNBERG

26.05.1828

Auftauchen: “Sie Heist Kasper”, “I möcht a söchener Reiter wern wie mei Votter aner gween is”

      - 17.07.1828

Unterbringung im Stadtgefängnis im Turm Luginsland unter der Aufsicht des Wärters Hiltel

28.05.1828

Untersuchung durch Dr. Preu

11.07.1828

Besuch Anselm Ritter von Feuerbachs, Präsident des Appellationsgerichts in Ansbach

14.07.1828

Veröffentlichung der Bekanntmachung des Bürgermeisters Binder vom 07.07.1828

18.07.1828

Wohnung, Unterricht, Experimente und “Kultivierung” bei Prof.Daumer

00.11.1828

Beginn Autobiographie

17.10.1829

Lord Stanhope im Gasthof “Zum Wilden Mann”, kein öffentliches Interesse für K.H.

17.10.1829

Mordanschlag im Hause Daumers

30.01.1830

Wohnung bei Kaufmann Biberbach

00.03.1830

7 Wochen Buchbinderlehre

27.03.1830

Ungarische-polnische Sprachversuche durch preußischen Premierleutnant von Pirch

03.04.1830

Schussverletzung im Hause Biberbachs

00.07.1830

Veröffentlichung Polizeirat Merker: “Kaspar Hauser nicht unwahrscheinlich ein Betrüger”

15.07.1830

Wohnung bei seinem Vormund Gottlieb v. Tucher, Burgstraße 1

13.12.1830

Gutachten Dr. Preu

31.12.1830

Gutachten Dr. Osterhausen

28.05.1831

Bekanntschaft mit Lord Stanhope (v. Tucher: “verderbliche Einflüsse”)

04.07.1831

Beginn Ungarnreise als “Karl Heinlein” mit Tucher u. Hickel zur Abklärung seiner Abstammung

10.07.1831

Ergebnisloser Abbruch der Reise in Preßburg

13.09.1831

Amtliche Einstellung aller gerichtlichen Untersuchungen

21.11.1831

Lord Stanhope bewirbt sich um Pflegschaft

24.11.1831

Tucher beantragt wegen des verderblichen Einflusses Stanhopes seine Entlassung als Vormund

25.11.1831

Übertragung der Erziehung auf Lord Stanhope

29.11.1831

Auszug aus dem Hause v. Tucher

 

ANSBACH

01.12.1831

Eintreffen in Ansbach mit Lord Stanhope

02.12.1831

Königl.-bay. Kreis- u. Stadtgericht überträgt Erziehung auf Lord Stanhope, Bürgermeister Binder wird Vormund

10.12.1831

Wohnung und Unterricht bei Lehrer Johann Georg Meyer

04.01.1832

Tagebucheintrag Feuerbachs: “Ich entdecke K.H.`s wahrsch. Herkunft als Prinz des B. Hauses...”

00.01.1832

Feuerbach: “Beispiel eines Verbrechens am Seelenleben des Menschen”, Stanhope gewidmet

19.01.1832

Abreise Stanhopes, letztes Treffen

19.02.1832

Geheimes Memoire Feuerbachs an Königin Karoline von Bayern: “Wer möchte wohl K.H. sein?”

05.04.1832

Heimliche Beobachtung Hausers im Hofgarten durch Großherzogin Stephanie v. Baden u. ihre Töchter Josephine u. Marie

01.12.1832

Geregelte Schreibtätigkeit am Appellationsgericht

20.05.1833

Konfirmation

29.05.1833

Tod Feuerbachs in Frankfurt/Main nach selbst behaupteter Vergiftung

14.12.1833

Mordanschlag im Hofgarten, Spiegelschriftzettel: “M.L.Ö.”

16./18.12.1833

Gefälschter Sterberegistereintrag Nr. 342, evang. Pfarramt Karlsruhe: 27.11. in München verstorben “Kaspar Ernst Blochmann”

17.12.1833

Tod im Hause Meyers

19.12.1833

Sektion mit Gutachten Dr. Albert, Dr. Horlacher und Dr. Heidenreich

 

DIE 2. HINRICHTUNG MIT EINER “SPIEGELSCHRIFT”

25.11.1996

DNA-Analyse des “Spiegel”: “Der entzauberte Prinz” - “Genforscher lösen ein Jahrhundert-Rätsel”

 

NEUE WISSENSCHAFTLICHE ERKENNTNISSE

17.08.2002

ARTE-Sendung “Mordfall Kaspar Hauser”: Erstveröffentlichung des Ergebnisses der neuen Genanalyse von Haaren (Rechtsmedizin Münster) und des Fundes der Zeichnung  in Schloss Beuggen